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Kinder in Nürnberg fangen Regen für Kinder in Indien

Das Leben der einstigen Ureinwohner Indiens ist besonders hart. Im Distrikt Ahmednagar müssen sie eine Landschaft bewohnen, die schon fast zu einer Wüste geworden ist. Früher gab es hier eine fruchtbare Landschaft mit dichten Wäldern. Heute fehlt Wasser für die Menschen und ihre Felder. Damit der Regen wieder ein Helfer für die Menschen werden kann, muss man ihn durch Furchen, Gräben und Dämme wie mit einem Netz auffangen und festhalten. So kann die Steppe wieder fruchtbar werden. Das ist die Idee des Tribal Watershed Programms. Einige Dörfer haben sie schon erfolgreich umgesetzt. Die Menschen in Indien arbeiten hart, um den Regen zu fangen. Damit es ihnen gelingt, aus Wüsten wieder eine Heimat zu machen, brauchen sie aber auch unsere Hilfe.

 

Das Projekt „die kleinen Regenfänger“

Eine Woche lang sollten die Kinder soviel Regenwasser wie möglich in Nürnberg „auffangen“ für das Watershed-Programm in Indien. Eimer, Becken, Trichter und Planen wurden im Schulhof und auf dem Sportplatz aufgestellt. Aber dann: In der ganzen Aktionswoche kein Tropfen Regen! Jeden Tag schauten die Kinder zum Himmel. Aber wenn kein Regen kommt, kann man in Deutschland genauso wenig machen wie in Indien: Trockenzeit. Also hieß es warten und hoffen. Es wurde immer klarer, wie wichtig Regen ist und wie abhängig alle davon sind. Die Aktionswoche wurde verlängert und tatsächlich kam in den letzten Tagen doch noch der Regen. Welche Freude!

Großzügige Sponsoren hatten versprochen, das gesammelte Regenwasser für 1 Euro pro Liter „abzukaufen“. Und es waren am Ende insgesamt 1593,30 Liter! Dank weiterer Spenden einzelner Kinder und Eltern und der Sponsoren konnte der Erlös für das Watershed-Programm sogar verdreifacht werden.


Die Lehrerinnen freuten sich über einen doppelten Lernerfolg ihrer „kleinen Regenfänger“. Die Kinder wurden für Themen der „Dritten Welt“ sensibilisiert und zu einem sinnvollen, kreativen Engagement angeregt. Gleichzeitig erlebten sie aber auch, wie kostbar Wasser ist und beschäftigten sich mit einem verantwortungsbewußten Umgang mit „Wasser“: das gesammelte Regenwasser durfte nämlich nicht einfach achtlos weggeschüttet werden, sondern musste ebenfalls zweckdienlich eingesetzt werden. Viele Klassen pflanzten dazu neue Bäume und Sträucher in ihrem Schulgarten und gossen diese mit dem Wasser. 

 

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