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Bücher für den Frieden im Südsudan
Die Situation im Südsudan ist kritisch: über 20 Jahre Krieg haben das Land zu einem der ärmsten Länder der Welt gemacht. Im langjährigen Unabhängigkeitskrieg ist der afrikanische Süden des Landes gegen den arabischen Norden zugrunde gerichtet worden. Millionen Menschen leben als Flüchtlinge im eigenen Land und in den Nachbarländern.
Im Januar 2005 wurde der Friedensvertrag zwischen dem Süden und dem Norden unterschrieben. Es besteht Hoffnung auf einen bleibenden Frieden. Jedoch muss der „Frieden“ erst wieder gelernt werden. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Jugendliche. Sie kennen nur ein Leben im Krieg. Es gibt mehr Gewehre als Bücher und mehr Soldaten als Lehrer. Die Mehrheit der Kinder geht nicht in die Schule, weil alles zerstört wurde.
Die Jugendlichen sind müde vom Krieg – sie wollen in die Schule und lernen. Sie möchten ein Leben in Frieden und den Frieden lernen. Dazu sind Bücher nötig.
Das Projekt
Die Aktion fragte an vielen Schulen in Bayern nach „alten“ bzw. nicht mehr benötigten Schulbüchern und sammelte alle Lehrbücher für Englisch (z. B. „Go ahead“), sonstige Englische Literatur und Kinderbücher (im Sudan lernen die Kinder und Jugendlichen vor allem Englisch). Zusätzlich sammelten die Schülerinnen auch Sportgeräte wie Bälle und Volleyballnetze für die Schulen im Südsudan. Auch dort mögen die Jungen und Mädchen den Sport und das Spiel.
In der letzten Woche des Schuljahres 2005 wurden die Bücher von Schülerinnen der Aktion entgegengenommen und in Containern verladen. Diese Container wurden mit Hilfe der Jesuitenmission verschickt und gingen über Hamburg, Mombasa, Nairobi in den Südsudan nach Rumbek. Dort haben die Jesuiten eine Mission und eine Schule. Pater Sal Ferrao SJ und Bruder Herbert Liebl SJ verteilten die Bücher an viele Schulen.







