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Passage to India 2004 und 2006

Indien ist mit einer Fläche von knapp 3,3 Millionen Quadratkilometern geographisch der siebtgrößte Flächenstaat der Erde und der bei weitem größte Staat der südasiatischen Region. Seine Fläche übertrifft die der Europäischen Union um über ein Drittel. Das tropische bis subtropische Klima wird wesentlich vom Monsun bestimmt, der mit seinem Wechsel von Trocken- und Regenzeit die Vegetation und die Landwirtschaft bestimmt. Indien ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde mit etwa 930 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Es ist auch eines der am dichtest besiedelten Länder (mit circa 282 Menschen pro Quadratkilometer), wobei diese Dichte regional stark schwankt.

 

Die Reise:

Im Rahmen eines Projekts der werkstatt-weltweit reisten die Gruppen unter dem Motto "Passage to India" im Jahr 2004 und 2006 jeweils nach Tamil Nadu. Ziel der Reise war das Indien der Armen und Unterdrückten - der Kastenlosen.

Auf der "Passage to India" der werkstatt-weltweit wurden die Gruppen mit dem Leben der Kastenlosen, den sogenannten Dalits, konfrontiert, die von den höheren Kasten systematisch ausgegrenzt leben, meist in extremer Armut.

Nach einer Einführung in die Kultur und sozialen Realitäten gingen die Jugendlichen für fünf Tage einzeln zu Gastfamilien in die Dörfer. Eine Erfahrung sowohl der Armut als auch einer beeindruckenden Würde und Gastfreundschaft der Menschen, die alles, was sie haben und nicht haben, teilen.

Ziele des Projekts "Passage to India"

  • Eindrücke von der Realität der Armut in Indien, der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Situation in Indien, besonders in Südindien (Tamilnadu) zu sammeln.
  • Die Auswirkungen der Globalisierung auf die Armen in allen Bereichen des indischen Lebens zu begreifen.

  • Durch ein Mitleben in kastenlosen Familien, die Lebenssituation der kastenlosen Dalits, v.a. in DACA, Madurai kennenzulernen. DACA (Dr. Ambedkar Cultural Academy) ist für viele Dalits ein Ort der Hoffnung. In der von den indischen Jesuiten (auch mit Hilfe der Missionsprokur) gebauten Akademie können ihre Kinder die Schulen besuchen, ein Handwerk lernen, und sich so darauf vorbereiten, aus dem Teufelskreis der Armut und Unterdrückung auszubrechen.
  • Für die deutschen Besucher ein Ort, an dem die komplizierten sozialen Strukturen und subtilen Benachteiligungsmechansimen analysiert und bekämpft werden.

  • Für die Zukunft Kontakte mit Studenten und Jesuiten zu knüpfen, die für die soziale Umwälzung arbeiten, um eine aufgeschlossene Zusammenarbeit mit der deutschen Jugend möglich zu machen.