werkstatt weltweit > exposure reisen > Ägypten 2007 - Exposure and Exodus > Erfahrungen und Eindrücke > Erfahrungen Christina Stecher

Also erstmal muss ich anmerken, dass ich nur durch einen glücklichen Zufall in diese Gruppe gerutscht bin. Und da dieser glückliche Zufall erst relativ spät kam, war ich bei den Vorbereitungstreffen nicht dabei und kannte daher auch die Gruppe nicht, mit der ich drei Wochen lang, 24 Stunden am Tag in Ägypten verbringen würde. Ich begab mich also auf eine Reise ins Ungewisse.
Aber dieses Ungewisse war wunderschön. Die Deutschen so wie die Ägypter waren supernett und ich finde wir waren eine tolle Gruppe mit Dreamteam-Chrarakter.
Das Ungewisse war jedoch für mich nicht nur die Gruppe sondern auch das ganze Land, die Kultur... ach einfach Ägypten. Natürlich haben alle schon einmal etwas über Ägypten gehört, jedoch beschränkt sich dies oft auf die Zeit der Pharaonen. Als ich meinen Freunden sagte, dass ich drei Wochen nach Ägypten reisen würde und versuchen will armen Kindern zu helfen, meinten meine Freunde nur, ob denn die Menschen in Ägypten wirklich noch so arm wären. Damals wusste ich auch noch nicht was oder wie Armut ist. Doch nun kann ich sagen, dass Armut etwas Bedrückendes und Trauriges ist.

Die Menschen in Ägypten besitzen jedoch einen anderen Reichtum, einen Reichtum an Offenheit, Herzlichkeit, Lebensfreude und Fröhlichkeit. Ich habe gelernt mehr von diesem Reichtum zu gewinnen und hoffe, dass mehr Menschen sich bemühen würden in dieser Hinsicht reich zu werden.
Aber nun zurück zum Land Ägypten. Es ist ein wunderbares Land voller wundervoller Menschen. Egal ob man diese Menschen in der Wüste oder in der Nähe des Nils antrifft. Der Unterschied zwischen Wüste und Nil machen das Land zu einem faszinierenden und besonderen Schauplatz auf der Erde.
Zu unserer Arbeit möchte ich noch anmerken, dass es ein tolles Gefühl war in die kleinen Gesichter der Kinder ein Lächeln zaubern zu können. Mir ist durchaus bewusst, dass wir so den Kindern keinen besseren Lebensstandard zusichern können, jedoch denke ich, dass wir ihnen ein Gefühl geben konnten, dass sie nicht alleine sind und dass sie, obwohl sie so arm sind, keine schlechteren Menschen sind und wir sie trotzdem lieb haben.
Am Ende möchte ich allen Danken, die uns diese wunderbare Erfahrung ermöglicht haben und will dazu animieren weiterhin Exposure-Reisen anzubieten, damit viele junge Menschen ähnlichen Reichtum erfahren dürfen.
Christina Stecher





